AHS-Scholik: Schmied und Pröll müssen budgetäre Prioritäten setzen
Luxus-Schulversuche reduzieren statt Nulllohn-Runden provozieren
Wien (NOB - 15.03.2010 10:02 Uhr) Eva Scholik, die Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft,
appelliert an Unterrichtsministerin Schmied, angesichts der von
Bundeskanzler und Vizekanzler postulierten Sparvorgaben dort den
Sparstift anzusetzen, wo jährlich 100 Mill. Euro nur 10 Prozent der
Pflichtschulen zu Gute kommen.
Scholik dazu: "An den NMS-Standorten wird unter personellen
Rahmenbedingungen gearbeitet, von denen normale Schulstandorte nicht
einmal zu träumen wagen. Die luxuriöse Dotierung der "Neuen
Mittelschule" erfolgt schon jetzt zu Lasten der anderen Schulen, an
denen kaum die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden können,
Klassen zusammengelegt werden und Teilungen nicht mehr erfolgen
können."
Scholik verweist auf weitere Einsparungsmöglichkeiten des
Ministeriums, die weder SchülerInnen, noch Eltern und LehrerInnen
schmerzen: Einsparung der PR-Kosten, keine Hochglanzbroschüren, keine
teuren Inserate in Printmedien und ORF, keine Züge namens "Neue
Mittelschule"....
Scholik fordert die Unterrichtsministerin daher nochmals mit
Nachdruck dazu auf, Schulversuche nur unter Bedingungen zu führen,
die auch der budgetären Realität entsprechen. "Die banale Wahrheit,
dass mit deutlich mehr Personal und deutlich kleineren Klassen ein
höherer Grad an Betreuung möglich ist, muss nicht um 100
Steuermillionen jährlich bewiesen werden!", so Scholik an die Adresse
der Ministerin.
"Die AHS-LehrerInnen sind sicher nicht bereit, Sparmaßnahmen bzw.
Nulllohnrunden zu akzeptieren, nur damit die Unterrichtsministerin
weiterhin ihre teuren Steckenpferde reiten kann", so Scholik
abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Christiane Bartoga
Pressereferat der AHS-Gewerkschaft
mailto: office.ahs@goed.at
Tel.: 01/405 61 48
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OTS0045 2010-03-15/10:02
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