ÖH Uni Wien: Kritik an miserabler Umsetzung der erklärten
Bologna-Ziele
Aufruf zur Teilnahme an Aktionen, Demonstrationen und Workshops um
für freie, emanzipatorische Bildung für alle zu kämpfen
Wien (OHW - 10.03.2010 14:04 Uhr) Von 11. bis 12. März findet der "Bolognagipfel" in
Wien statt, bei dem europäische BildungsministerInnen vermeintliche
Erfolge in der Hochschulpolitik und sich selbst feiern. Das erklärte
Ziel des Bologna Prozesses war die Errichtung eines europäischen
Hochschulraums, in dem gemeinsames Forschen, Lehren und Studieren
ohne Barrieren möglich ist.
"Neben einer grundsätzlichen Kritik an dem
Bachelor-Master-Studienmodell und seiner implizierten
ausschließlichen Ausrichtung am Arbeitsmarkt, muss auch festgehalten
werden, dass die vorgeblichen Ziele von Internationalisierung und
Mobilität nicht erreicht wurden. So ist zum Beispiel nicht einmal die
Anrechnung eines Studiums zwischen Innsbruck und Wien gewährleistet",
so Veronika Helfert, Vorsitzteam ÖH Uni Wien.
Unter dem Deckmantel von Bologna wurde die österreichische
Hochschullandschaft neoliberal umgestaltet.
"Ministerin Karl lässt keine Gelegenheit aus, Zugangsbeschränkungen
zu fordern, und ignoriert dabei offensichtliche Folgen: soziale
Selektion, die Schaffung einer Bildungselite. Damit werden bestehende
Gesellschaftsstrukturen nur verstärkt statt aufgehoben", so Flora
Eder, ÖH Uni Wien Vorsitzteam
Die Mitbestimmung von StudentInnen wurde entgegen der
Bologna-Deklaration sukzessive abgebaut."Von der Abschaffung der
ÖH-Direktwahl bis hin zur Einführung von Erweiterungscurricula, die
StudentInnen daran hindern, selbstbestimmt Schwerpunkte während ihrem
Studium zu setzen - Diese Liste lässt sich unendlich fortsetzten",
schließt Oona Kroisleitner vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien
Die ÖH Uni Wien ruft daher alle StudentInnen zur aktiven Teilnahme an
Aktionen, Workshops und Protesten auf, um für freie und
emanzipatorische Bildung für alle zu kämpfen.
Demonstration, Treffpunkt: Donnerstag, 15:00 Westbahnhof
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OTS0251 2010-03-10/14:04
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